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Fütterungstipps

Kaninchen sind reine Pflanzenfresser und benötigen eine abwechslungsreiche Vielfalt, um gesund und fit zu bleiben.
Das Futter sollten sie Ihrem Kaninchen immer in der Reihenfolge

  • Heu - morgens
  • Grünfutter - mittags
  • Kraftfutter - abends

anbieten, um Krankheiten vorzubeugen.

Der Magen eines Kaninchens ist relativ klein und arbeitet nicht selbständig durch Knetbewegungen der Magenwand. Bei einem Kaninchen handelt es sich um einen sogenannten Stopfmagen, der nur bei ständiger Nahrungsaufnahme durch Weiterschieben der verdauten Kost geleert und sofort neu gefüllt werden kann. Das heißt, ein Kaninchen muss den ganzen Tag über die Möglichkeit haben zu fressen. Auf keinen Fall darf ein "Hungertag" eingelegt werden.

Appetitlosigkeit ist bei Kaninchen ein sicheres Zeichen von Krankheiten, und Sie sollten in einem solchen Fall sofort Ihren Tierarzt aufsuchen.

Kaninchen sollten jederzeit etwas zum Nagen im Gehege haben. Die Zähne bei Kaninchen wachsen nämlich ständig nach. Um eine Abnutzung zu gewährleisten, müssen sie an härteren Materialien, wie z.B. Zweigen von Bäumen nagen können. Geeignete Baumarten sind Obstbäume, Buchen, Weiden und Haselnusszweige.

Ihr Kaninchen braucht:

  1. Frisches Trinkwasser muss ständig bereit stehen und täglich gewechselt werden. Auch Trinkflaschen müssen täglich gereinigt werden, um Algenbelag vorzubeugen.

  2. Heu muss immer frisch und ausreichend rund um die Uhr in der Futterkrippe sein und zusätzlich haufenweise vorgelegt werden. Es beinhaltet wichtige, für die Verdauung nötige Nährstoffe. Wichtig ist, dass Sie kein altes Heu verfüttern, sondern nur hochwertiges.
    Hochwertiges Heu erkennen Sie daran, dass es immer frisch nach Gräsern und Kräutern duftet, die Halme knackig aussehen und weder gelblich noch verstaubt sind.

  3. Zum Kraftfutter gehören die im Fachhandel erhältlichen Futtermischungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Kaninchen zusammengestellt werden. Sie enthalten alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente, die Ihr Langohr braucht. Kaninchen mögen auch gerne Leckerlies, die in großer Auswahl angeboten werden. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass diese Kräcker und Grünrollis Zucker enthalten und nicht sehr gesund sind. Am besten sind immer noch natürliche Leckerlies, wie Möhren etc.

  4. Frisches Grünfutter ist für Kaninchen immer noch die gesündeste Ernährung. Futterpflanzen, Gemüse und Obst sind reich an Eiweiß und Kalzium und haben einen hohen Närhstoffgehalt. Sie können sich nach den aktuellen Gemüsesorten der Saison richten. Aber denken Sie daran, dass ein Kaninchen nur kleine Mengen fressen kann. Bei Überfütterung besteht die Gefahr der Herz- und Leberverfettung oder von Koliken. Futter, dass von Ihrem Kaninchen nicht gefressen wurde, entfernen Sie spätestens am nächsten Tag, da Saft- und Grünfutter schnell vertrocknet oder verdirbt. Stellen Sie die Ernährung Ihres Kaninchen nicht von heute auf morgen um. Von der ungewohnten frischen Nahrung kann es Blähungen, Durchfall oder Koliken bekommen.

Wussten Sie ... ?

Für Kaninchen ist es eine lebensnotwendige Eigenschaft ihren Blinddarmkot zu fressen.

Er unterscheidet sich von ihren normalen, festen, pflanzenfaserreichen "Pillen". Er ist meist schwarz und noch etwas feucht.

Sie decken damit ihren Bedarf an tierischem Eiweiß selbst. Der Blinddarmkot ist reich an Vitamin B, und man darf die Tiere keinesfalls daran hindern diesen Kot zu fressen. Die Kaninchen nehmen diesen direkt nach dem Ausscheiden auf. Wird mehr Blinddarmkot produziert als wieder gefressen wird, liegt er in traubenförmigen Gebilden im Käfig und darf nicht mit Durchfall verwechselt werden.

Für weitere Tipps können Sie hier im Tierheim ein Kochbuch für Ihren Mümmelmann bestellen.

 

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© web-agentur facia