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Auslandshunde

"Es hat sich kein Lebewesen dieser Welt ausgesucht, in welchem Land es sein Leid erfährt...!"


Für meine Freunde

Dein trockner Napf schnürt mir die Kehle zu.
Deine schwere Kette beugt auch meinen Nacken nieder.
Die Kugel in deinem Kopf zerreißt mein ganzes Denken.
Das Gift in deinem Körper lässt auch mir das Blut erstarren.

Deine zerbrochene Pfote bricht mir das Herz.
Dein erlöschender Blick durchdringt die verlogene Blindheit.
Dein letzter Seufzer: Aufschrei mit tausendfachem Echo - Mitleid.
"Mensch, mein Freund" - Dein letzter Hauch.

Silke Wrobel (Auslandstierschützerin)

Die Frage, ob wir Tiere aus dem europäischen Ausland in unserem Tierheim aufnehmen, wurde bei uns im Vorstand kontrovers diskutiert.
Argumente wie:

  • es gibt genügend Elend in Deutschland
  • die Tiere schleppen Krankheiten rein
  • es werden immer mehr Tiere nachproduziert

haben wir nicht außer Acht gelassen und der Konsens ist:

  • Wir kooperieren mit ausgesuchten Tierschutzorganisationen im Ausland.
  • Voraussetzung dafür war, dass diese Organisationen vor Ort engagierten Tierschutz betreiben und nicht nur wahllos Tiere nach Deutschland exportieren.
  • Wir nehmen Tiere aus dem Ausland nur dann auf, wenn wir über genügend freie Kapazität im Tierheim verfügen, so dass nur Zwinger belegt werden, die andernfalls leer ständen.
  • Die Tiere erfüllen die gesetzlichen Einreisebestimmungen.
  • Die Tiere werden unverzüglich nach Ankunft unserem Tierheim-Vertragstierarzt zu einem Gesundheitscheck vorgestellt, entwurmt und ggf. nachgeimpft.
    (Chipkennzeichnung, Tollwutimpfung und das Reiseprofil - Blutuntersuchung auf länderspezifische Krankheiten - werden im Ausland getätigt und ist die Grundvoraussetzung für die Ausreisegenehmigung).

Hier ein Link auf einen realistischer Bericht zum Thema Leishmaniose (WDR)

Das Veterinäramt des Landkreises Emsland kontrolliert bei regelmäßigen, unangemeldeten Besuchen den Tierbestand im Tierheim und deren Dokumentation sowie die Haltungs- und Hygienebestimmungen. Es gab bislang keine Beanstandungen, im Gegenteil, uns wurde eine optimale Führung bestätigt, und darauf sind wir stolz.

Liebe Besucher unserer Homepage,

Tierschutzarbeit bedeutet so vieles ...

Die Kraft, auch nach einem herben Urteil der unermüdlichen Kritiker tapfer und überzeugt wieder aufzustehen und weiterzumachen - auch das gehört dazu!

Nicht selten tut Tierschutz weh. Hunde ihrem Schicksal überlassen zu müssen (sei es im Ausland oder bei uns vor der "Haustür", und zu erkennen, "dass man nun mal nicht jedem Tier helfen kann", wie es viele Menschen immer wieder so glorreich und selbstgerecht formulieren ... - in solchen Momenten ist es gut, dass man weinen kann. Und in diesen Momenten ist es ebenfalls gut, dass man sich Fotos und Briefe von geretteten und von uns vermittelten Tieren anschauen kann, denen es heute GUT GEHT. Sie geben Kraft!

Unsere grundsätzliche humanistische Verantwortung, "Schutzlose zu Schützen", darf nicht an Ländergrenzen festgemacht werden und vor allem nicht an diesen aufhören! Das gilt gleichermaßen für humanistische Hilfsaktionen wie für den Tierschutz!

Die chronischen Kritiker tun - außer zu bewerten und zu urteilen - in der Regel gar nichts ...

Würden diese Menschen, die den Auslandstierschutz zum Teil massiv (!) kritisieren, dann zumindest konsequenter Weise, wenigstens im deutschen Tierschutz aktiv tätig sein - ja, dann ginge es dem deutschen Tierschutz sicherlich bestens!

Niemand begeht einen größeren Fehler, als derjenige, der nichts tut, nur weil er meint, dass er wenig tun könnte ....

Doris Schaffron
1. Vorsitzende
ehrenamtliche Tierheimleiterin


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