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MAX - endlich gefunden ... !!!!

Nichts ist kostbarer, als das Innehalten mitten im Trubel.
Zwischen zwei Augenblicken die Zeit anhalten.
Zwischen zwei Atemzügen den Himmel berühren.
Zwischen zwei Herzschlägen die ganze Welt umarmen.

So haben wir uns gefühlt als wir MAX, am 25.02.2011, endlich wieder wohlbehalten in unsere Arme schließen konnten. Wir möchten uns auf diesem Weg bei ALLEN bedanken, die uns bei der Suche nach MAX aktiv unterstützt haben oder uns moralischen Beistand geleistet haben und somit an seinem Schicksal Anteil genommen haben.

Wenn ein Herz sich um ein anderes müht,
ist immer ein Wunder dabei.

Astrid & Stephan Mathias und das Team vom Tierheim Lingen

UNSER MAX wurde am 12. Dezember 2010 in sein neues Zuhause nach Ibbenbüren vermittelt. Bei einem Spaziergang nur 2 Tage nach seiner Ankunft in Ibbenbüren hat ihn eine Lkw-Hupe so sehr erschreckt, dass er sich aus seinem Geschirr gewunden hat und davongelaufen ist. Seitdem war MAX "unterwegs" - ohne Geschirr und ohne Leine. Nach dem Anruf von seinem Herrchen machten wir uns sofort auf den Weg nach Ibbenbüren, um genaue Informationen zu erhalten und um gemeinsam nach ihm zu suchen und um alles Weitere zu besprechen. Wir informierten die zuständigen Behörden, Tierheime, Tierärzte und Jäger. Dann verteilten wir weiträumig Suchplakate, starteten einen Radioaufruf und schalteten Suchanzeigen in der örtlichen Zeitung. Als wir dann Sichtungsmeldungen erhielten, fuhren wir sofort hin und richteten Futterstellen ein. Leider hat Max keine unserer Futterstellen angenommen und war schon wieder einen Ort weiter gezogen. Jeder der ihn sah, versicherte uns, dass er gut genährt aussehen würde und gut zufrieden sei. Man sah Max beim Spielen mit anderen Hunden, aber sobald man ihn ansprach oder sich ihm nähern wollte, rannte er panisch davon. Wir selber haben ihn in der ganzen Zeit zwei Mal gesehen, aber auch von uns ließ er sich nicht anfassen oder gar einfangen. Das Warten und Bangen auf neue Hinweise ging uns ziemlich an die Nerven. Vor allem wenn es draußen kalt und regnerisch war und unsere eigenen Hunde in Sicherheit am warmen Ofen lagen, kam ständig die Frage auf: Wo steckst du, MAX? Hast du es auch wenigstens trocken in irgendeiner Scheune oder einem Schuppen? Hast Du heute schon was gefressen? Und wie steht es um Deine Gesundheit??? Fragen, Fragen, Fragen, die uns manchmal um den Schlaf gebracht haben, aber jeder Hinweis gab uns wieder Hoffnung und die Freude über jedes Lebenszeichen war groß! Wir waren ständig in Sorge um ihn und jeden Tag unterwegs um nach ihm zu suchen und um Suchplakate zu verteilen, immer in der Hoffnung ihn wenigstens mal selber zu sehen. Eine sehr große Hilfe war uns die Zeitung „Wir in …“, die jede Woche einen großen Artikel über Max veröffentlichte und ihre Leser, um Unterstützung bei der Suche nach Max bat. Dadurch erhielten wir fast täglich neue Hinweise/Sichtungsmeldungen und konnten so seine Spur verfolgen.

Eine für uns schreckliche Meldung erwies sich, Gott sei Dank, als falsch. Man hatte uns am 04.02. einen toten Hund in Rheine gemeldet und es erwies sich zum Glück als ein Irrtum, denn das schon längere Zeit tote Tier konnte von uns als Feldhase identifiziert werden. Anfang Februar wurden die Meldungen plötzlich weniger oder passten zeitlich von der Entfernung her nicht mehr zu unserem MAX. Bis ich dann am 17.02. einen Anruf von einer Frau aus Schüttorf erhielt. Sie und ihre Nachbarin würden schon seit etwa 2 Wochen einen Hund, auf dem Feld hinter ihrem Haus und in Nachbars Garten beobachten und dieser Hund hätte auch schon Schuhe von ihnen geklaut und angeknabbert. Im Internet hätte sie dann die Suchmeldung von Max gesehen und meinte, dass es der von uns gesuchte Hund sein könnte. Wir sind dann nach Schüttorf gefahren, um uns vor Ort alles anzuschauen und hatten das Glück Max am 19.02. mit dem Fernglas selber zu sehen. Claudia gelang es sogar ihn zu fotografieren und wir waren glücklich ihn so gesund und munter zu sehen. Wir hatten uns schon vorsorglich telefonisch professionelle Hilfe von Frank Weisskirchen (bundesweite Tiersicherung) geholt, um ihn dann mit Hilfe einer Lebendfalle einfangen zu können.

Wir richteten eine Futterstelle im Garten von Fam. F. für Max ein und hofften, dass er unsere Leckerchen auch annehmen würde. - An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Fam. F. deren Garten wir bzw. auch Max ständig benutzen durften und das sie für uns jeden Morgen zuerst die Futterstelle kontrolliert haben und uns dann telef. informiert haben, obwohl sie Angst vor Hunden haben. - Am ersten Tag tat uns Max auch noch diesen Gefallen, aber einen Tag später verschmähte er sogar unseren Pansen. Auf Anraten von Frank Weisskirchen stellten wir eine Flug Box auf und legten von da an, jeden Tag einen Hamburger von Mc Donalds für Max hinein und dieser war auch wirklich immer verschwunden. Nur wussten wir nicht genau, ob sich auch MAX diesen Leckerbissen schmecken lies.

Wir haben dann eine Infrarotkamera/Wildkamera gekauft, um genau sehen zu können – ob sich auch wirklich Max unseren Mitternachtsimbiss schmecken lässt. Die Überraschung und Freude war natürlich riesengroß, als wir die Bilder der Kamera am nächsten Morgen auswerteten und unseren Max darauf erkannten. Auch eine Katze schien sich für unser Treiben zu interessieren und schaute auf dem Foto mal vorbei.

Das war der Startschuss, um F. Weisskirchen mit seiner Lebendfalle zu aktivieren. Er ist dann auch am 25.02. angereist und hat die Lebendfalle aufgebaut und wir haben sie dann mit einem Hamburger und Leckerchen bestückt. Jetzt hieß es warten und Daumen drücken, dass auch alles klappt. Wir waren alle furchtbar aufgeregt und konnten die Nacht kaum schlafen, da wir auf den erlösenden Anruf von Fam. F. warteten. Sie sollten uns mitteilen, wenn Max´l in der Falle sitzt damit wir ihn dann sofort rausholen können. Morgens gegen 8 Uhr kam dann der lang ersehnte Anruf – es sitzt ein Hund in der Falle, man traute sich aber nicht näher heran um uns genau sagen zu können, dass es auch unser Max sei. Wir fuhren sofort los und konnten unser Glück kaum fassen, als wir Max in der Falle sitzen sahen. Er umschlich gegen 19.11 Uhr das erste Mal die Falle und war erst sehr misstrauisch, aber der Appetit auf den Hamburger war grösser, so dass sich die Falle um 23.51 Uhr hinter ihm schloss. Wir waren so glücklich und erleichtert, dass wir vor Freude weinten.

Max kam sofort an das Gitter und ließ sich von Stephan streicheln und Halsband/Schlinge anlegen. Er schien froh darüber zu sein, dass er wieder in Sicherheit und in unserer Obhut war. Der Tierarzt stellte keinerlei Erkrankungen oder Mangelerscheinungen bei ihm fest, er hatte sogar 1,5 Kilo zugenommen. Wir würden so gerne wissen, was er alles erlebt hat und wo er geschlafen und was er gefressen hat – aber leider bleibt das sein Geheimnis.

Wir wünschen uns jetzt für Max, ein liebevolles Zuhause bei einfühlsamen und geduldigen Menschen, wo schon ein Hundekumpel auf ihn wartet und wo man ihm die Sicherheit gibt, die er so dringend barucht um wieder Vertrauen zu fassen.

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© web-agentur facia